Warum eine OnlyFans-Agentur einen schriftlichen Vertrag braucht
Im Creator-Management auf OnlyFans, MYM, Uncove oder Reveal ist der Vertrag zwischen Agentur und Model keine Formalität. Er ist die Grundlage der Zusammenarbeit. Ohne schriftliche Vereinbarung legt jede Seite die Regeln auf ihre Weise aus, und der Streit bricht im ungünstigsten Moment aus: wenn die Einnahmen steigen.
Ein guter Vertrag für eine OnlyFans-Agentur legt die Aufteilung der Einnahmen fest (den Revenue Share), beschreibt die vereinbarten Leistungen (Chatting, Content-Erstellung, Fan-Akquise, Plattformverwaltung), schützt die Inhalte des Models mit Klauseln zu den Nutzungsrechten und einer Vertraulichkeitsvereinbarung und regelt das Vertragsende, damit eine Trennung nicht im Streit endet.
Viele Agenturen starten ohne Vertrag oder mit einer allgemeinen Vorlage aus dem Internet, die die Besonderheiten der Branche nicht abdeckt. Das ist ein echtes Risiko, wenn pro Model schnell mehrere Tausend Euro im Monat im Spiel sind. Wenn Sie Ihre Agentur gerade aufbauen, lesen Sie auch unseren Leitfaden OnlyFans-Agentur gründen.
Was ein guter OnlyFans-Agenturvertrag enthält
Die Vertragsparteien: Name und Rechtsform der Agentur, Handelsregister oder Steuernummer, Vertretung, Kontaktdaten des Models. Nichts darf ungenau sein.
Die Leistungen: Übernehmen Sie nur das Chatting? Chatting und Content? Fan-Akquise über soziale Netzwerke? Jede Leistung, die nicht genannt ist, ist eine mögliche Grauzone.
Die Vergütung: Sie ist der häufigste Streitpunkt. Der Vertrag nennt die Provision der Agentur, die Berechnungsgrundlage (brutto oder netto nach Plattformgebühr), den Zahlungsrhythmus und die Abrechnung. Mit unserem OnlyFans-Verdienst-Rechner können Sie die Beträge vorab durchrechnen.
Vertraulichkeit und Wettbewerbsverbot: Das Model braucht die Sicherheit, dass seine Inhalte weder weitergegeben noch weiterverkauft werden, gerade wegen des Risikos von Leaks. Unser Leak-Scanner zeigt, wo Inhalte auftauchen. Die Agentur will sich gegen einen Wechsel zur direkten Konkurrenz absichern.
Laufzeit und Kündigung: Sie verhindern, dass eine Seite in einer Zusammenarbeit festsitzt, die nicht mehr funktioniert.
Was der Generator beim deutschen Recht beachtet
Ist Ihre Agentur, das Model oder das gewählte Recht deutsch, passt der Generator die betroffenen Klauseln an. Unter deutschem Recht hält er ausdrücklich fest, dass das Model einen Managementvertrag, der auf besonderem Vertrauen beruht, jederzeit kündigen kann (§ 627 BGB), und nennt die Zwei-Wochen-Frist für die Kündigung aus wichtigem Grund. Er sieht vor, dass das Model seine Einwilligung in die Nutzung seines Bildes jederzeit widerrufen kann, und regelt die Kopie des Personalausweises.
Vor dem Erstellen weist er auf Punkte hin, die kein Vertrag allein löst: Jugendschutz bei der Werbung in sozialen Netzwerken, Umsatzsteuer auf die Provision und die Grenzen bei Buchhaltungsleistungen.
Der Generator funktioniert auch über Ländergrenzen hinweg: Eine deutsche Agentur kann ein Model in Spanien, Frankreich oder der Schweiz unter Vertrag nehmen und das anwendbare Recht frei wählen.
So nutzen Sie den Vertragsgenerator
Das Tool führt Sie in sechs Schritten durch den Vertrag: zuerst die Agentur (Land, Name, Rechtsform, Vertretung), dann das Model, danach die Leistungen, die Plattformen mit den finanziellen Bedingungen und der Laufzeit. Im fünften Schritt aktivieren Sie die optionalen Klauseln (Vertraulichkeit, Exklusivität, Wettbewerbsverbot, Recht am eigenen Bild, Datenschutz) und wählen das anwendbare Recht. Zum Schluss prüfen Sie die Zusammenfassung und erhalten den Vertrag per E-Mail.
Ein Ausgangspunkt, keine Rechtsberatung
Der erstellte Vertrag ist eine unverbindliche Vorlage und keine Rechtsberatung. Er gibt Ihnen eine vollständige, gegliederte Grundlage, ersetzt aber nicht die Prüfung im Einzelfall: Lassen Sie ihn vor der Unterzeichnung von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen, besonders wenn viel Geld im Spiel ist.

