Warum eine OnlyFans-Agentur einen schriftlichen Vertrag braucht
Im Creator-Management auf OnlyFans, MYM, Uncove oder Reveal ist der Vertrag zwischen Agentur und Model keine Formalität. Er ist die Grundlage der Zusammenarbeit. Ohne schriftliche Vereinbarung legt jede Seite die Regeln auf ihre Weise aus, und der Streit bricht im ungünstigsten Moment aus: wenn die Einnahmen steigen.
Ein guter Vertrag für eine OnlyFans-Agentur legt die Aufteilung der Einnahmen fest (den Revenue Share), beschreibt die vereinbarten Leistungen (Chatting, Content-Ideen, Fan-Akquise, Unterstützung auf den Plattformen), hält ausdrücklich fest, dass Account, Bild und Inhalte dem Model gehören, und regelt das Vertragsende, damit eine Trennung nicht im Streit endet.
Viele Agenturen starten ohne Vertrag oder mit einer allgemeinen Vorlage aus dem Internet, die die Besonderheiten der Branche nicht abdeckt. Das ist ein echtes Risiko, wenn pro Model schnell mehrere Tausend Euro im Monat im Spiel sind. Wenn Sie Ihre Agentur gerade aufbauen, lesen Sie auch unseren Leitfaden OnlyFans-Agentur gründen.
Was ein guter OnlyFans-Agenturvertrag enthält
Die Vertragsparteien: Name und Rechtsform der Agentur, Handelsregister oder Steuernummer, Vertretung, Kontaktdaten des Models. Nichts darf ungenau sein.
Die Leistungen: Übernehmen Sie nur das Chatting? Chatting und Content-Ideen? Fan-Akquise über soziale Netzwerke? Jede Leistung, die nicht genannt ist, ist eine mögliche Grauzone.
Die Vergütung: Sie ist der häufigste Streitpunkt. Der Vertrag nennt die Provision der Agentur, die Berechnungsgrundlage (brutto oder netto nach Plattformgebühr), den Abrechnungsrhythmus und dass die Plattform die Einnahmen direkt an das Model auszahlt. Mit unserem OnlyFans-Verdienst-Rechner können Sie die Beträge vorab durchrechnen.
Die Freiheit des Models: Sie ist zum zentralen Punkt geworden. In Frankreich befindet sich ein Straftatbestand der „sexuellen Ausbeutung im Internet“ im Gesetzgebungsverfahren: am 10. Februar 2026 vom Senat und am 13. Oktober 2026 von der Nationalversammlung beschlossen. Strafbar ist, wer eine Person durch Zwang, Täuschung oder Ausnutzung ihrer Schutzlosigkeit anwirbt oder aufnimmt, damit sie sexuelle Inhalte im Internet produziert. Klauseln, die das Model binden (Exklusivität, Wettbewerbsverbot, Verschwiegenheitspflicht, Abtretung der Bildrechte), werden damit zum Risiko für die Agentur: Unser Generator bietet sie nicht mehr an. Der Vertrag lässt dem Model die Entscheidung über seine Inhalte und belässt ihm Account, Bild und Einnahmen; die Agentur verbreitet nichts ohne seine Zustimmung. Unser Leak-Scanner zeigt, wo Inhalte auftauchen.
Laufzeit und Kündigung: Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Das Model kann jederzeit per E-Mail kündigen, ohne Vertragsstrafe; nur die Agentur hält eine Frist ein. So sitzt niemand in einer Zusammenarbeit fest, die nicht mehr funktioniert.
Was der Generator beim deutschen Recht beachtet
Ist Ihre Agentur, das Model oder das gewählte Recht deutsch, passt der Generator die betroffenen Klauseln an. Unter deutschem Recht hält er ausdrücklich fest, dass das Model einen Managementvertrag, der auf besonderem Vertrauen beruht, jederzeit kündigen kann (§ 627 BGB), und nennt die Zwei-Wochen-Frist für die Kündigung aus wichtigem Grund. Er sieht vor, dass das Model seine Zustimmung zur Nutzung seines Bildes jederzeit widerrufen kann, und regelt die Kopie des Personalausweises.
Vor dem Erstellen weist er auf Punkte hin, die kein Vertrag allein löst: Jugendschutz bei der Werbung in sozialen Netzwerken und Umsatzsteuer auf die Provision.
Der Generator funktioniert auch über Ländergrenzen hinweg: Eine deutsche Agentur kann ein Model in Spanien, Frankreich oder der Schweiz unter Vertrag nehmen und das anwendbare Recht frei wählen.
So nutzen Sie den Vertragsgenerator
Das Tool führt Sie in sechs Schritten durch den Vertrag: zuerst die Agentur (Land, Name, Rechtsform, Vertretung), dann das Model, danach die Leistungen, die Plattformen mit den finanziellen Bedingungen und der Kündigungsfrist der Agentur. Im fünften Schritt wählen Sie das anwendbare Recht und die Datenschutzklausel. Zum Schluss prüfen Sie die Zusammenfassung und erhalten den Vertrag per E-Mail.
Ein Ausgangspunkt, keine Rechtsberatung
Der erstellte Vertrag ist eine unverbindliche Vorlage und keine Rechtsberatung. Er gibt Ihnen eine vollständige, gegliederte Grundlage, ersetzt aber nicht die Prüfung im Einzelfall: Lassen Sie ihn vor der Unterzeichnung von einer Anwältin oder einem Anwalt, einer Juristin oder einem Juristen oder einer spezialisierten Beratung prüfen, besonders wenn viel Geld im Spiel ist.

